Elterngeld beantragen: Schritt-für-Schritt Anleitung
Alles was Sie wissen müssen, um Ihren Elterngeld-Antrag erfolgreich einzureichen. Von den benötigten Unterlagen bis zur digitalen Antragstellung.
Tipp: Früh planen
Beginnen Sie bereits während der Schwangerschaft mit der Planung. Klären Sie frühzeitig die Aufteilung zwischen den Elternteilen und ob Basiselterngeld oder ElterngeldPlus für Sie günstiger ist.
In 5 Schritten zum Elterngeld
Zuständige Elterngeldstelle ermitteln
Die Elterngeldstelle richtet sich nach Ihrem Wohnort. In den meisten Bundesländern sind die Versorgungsämter oder Jugendämter zuständig.
Unterlagen zusammenstellen
Geburtsurkunde des Kindes, Einkommensnachweise der letzten 12 Monate, Bescheinigung des Arbeitgebers, Krankenversicherungsnachweis und Steuer-ID.
Antrag ausfüllen
Sie können den Antrag online, per Post oder persönlich einreichen. Viele Bundesländer bieten mittlerweile einen digitalen Antrag über ElterngeldDigital an.
Bezugszeitraum festlegen
Entscheiden Sie, wie viele Monate Basiselterngeld und/oder ElterngeldPlus Sie beziehen möchten. Die Aufteilung zwischen den Elternteilen kann flexibel gestaltet werden.
Antrag einreichen
Reichen Sie den Antrag frühestens ab Geburt und spätestens innerhalb der ersten 3 Lebensmonate ein. Elterngeld wird rückwirkend für max. 3 Monate vor Antragstellung gezahlt.
Checkliste: Benötigte Unterlagen
Unterlagen für den Elterngeld-Antrag
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ElterngeldDigital
In vielen Bundesländern können Sie den Antrag mittlerweile digital stellen. Der Service heißt ElterngeldDigital und führt Sie Schritt für Schritt durch den Antrag. Prüfen Sie auf der Website Ihres Bundeslandes, ob der digitale Antrag verfügbar ist.
Häufige Fehler beim Elterngeld-Antrag
Viele Eltern machen beim Elterngeld-Antrag vermeidbare Fehler, die zu Verzögerungen oder sogar zu einem niedrigeren Elterngeld führen können. Der häufigste Fehler ist, den Antrag zu spät einzureichen. Elterngeld wird zwar rückwirkend für maximal drei Monate vor Antragstellung gezahlt, aber nur wenn der Antrag rechtzeitig gestellt wird.
Ein weiterer häufiger Fehler ist die falsche Wahl des Bemessungszeitraums. Bei Müttern mit Mutterschaftsgeld wird der Zeitraum automatisch angepasst, aber bei Vätern oder bei Eltern mit schwankendem Einkommen kann die Wahl des richtigen Zeitraums einen erheblichen Unterschied machen. Lassen Sie sich im Zweifelsfall von Ihrer Elterngeldstelle beraten.
Achten Sie außerdem darauf, alle Einkommensnachweise vollständig einzureichen. Fehlende Unterlagen sind der häufigste Grund für Verzögerungen bei der Bearbeitung. Wenn Sie während des Elterngeldbezugs in Teilzeit arbeiten möchten, geben Sie dies unbedingt im Antrag an – nachträgliche Änderungen sind zwar möglich, erfordern aber einen Änderungsantrag und können die Auszahlung verzögern.