Elternzeit für Väter: 2 Monate Partnermonate richtig planen
Die sogenannten "Partnermonate" (auch Vätermonate) sind 2 zusätzliche Monate Elterngeld, wenn der andere Elternteil ebenfalls mindestens 2 Monate Elterngeld bezieht. So planen Sie optimal.
Was sind Partnermonate?
Ohne Partnermonate beträgt der Bezugszeitraum für Basiselterngeld maximal 12 Monate. Wenn aber beide Elternteile jeweils mindestens 2 Monate Elterngeld beziehen, erhöhen sich die Gesamtmonate auf 14 Monate.
Die gängigste Aufteilung ist 12+2: Ein Elternteil (meist die Mutter) nimmt 12 Monate, der andere (meist der Vater) nimmt 2 Monate.
Beliebte Modelle
Modell 12+2
Mutter: 12 Monate Basiselterngeld
Vater: 2 Monate Basiselterngeld
= 14 Monate gesamt
Modell 12+2 mit Plus
Mutter: 12 Monate Basis
Vater: 4 Monate ElterngeldPlus (= 2 Monate Basis)
Vorteil: Längerer Bezug für Vater
Tipp: Parallel oder nacheinander?
Die Partnermonate können auch gleichzeitig mit der Mutter genommen werden. Viele Väter nehmen die 2 Monate direkt nach der Geburt oder im Anschluss an den Bezug der Mutter. Prüfen Sie mit dem Elternzeit-Rechner die besten Termine.
Frist beim Arbeitgeber beachten
Der Antrag auf Elternzeit muss 7 Wochen vor Beginn schriftlich beim Arbeitgeber eingehen. Planen Sie frühzeitig!
Häufige Fragen zu den Vätermonaten
Muss der Vater die 2 Monate am Stück nehmen? Nein, die Partnermonate können auch aufgeteilt werden. Sie müssen allerdings als Lebensmonate des Kindes beantragt werden. Das heißt, jeder Bezugsmonat entspricht einem vollen Lebensmonat des Kindes, nicht einem Kalendermonat. Die Monate müssen nicht zusammenhängend sein.
Kann der Vater auch mehr als 2 Monate nehmen? Ja, die Aufteilung ist flexibel. Die 14 Monate Basiselterngeld können beliebig zwischen den Elternteilen aufgeteilt werden – zum Beispiel 7+7, 10+4 oder jede andere Kombination. Die einzige Bedingung ist, dass jeder Elternteil mindestens 2 Monate bezieht.
Was passiert mit dem Gehalt? Während der Elternzeit ruht der Arbeitsvertrag. Sie erhalten kein Gehalt vom Arbeitgeber, dafür aber Elterngeld in Höhe von 65 bis 67 Prozent Ihres vorherigen Nettoeinkommens. Viele Väter kombinieren die 2 Monate mit Urlaub oder Feiertagen, um den Übergang möglichst flexibel zu gestalten.
Kann ich während der 2 Monate in Teilzeit arbeiten? Ja, Sie dürfen während des Elterngeldbezugs bis zu 32 Stunden pro Woche arbeiten. Das Teilzeiteinkommen wird allerdings auf das Elterngeld angerechnet. Wenn Sie in Teilzeit arbeiten möchten, prüfen Sie, ob ElterngeldPlus für Sie günstiger ist.